28. September 2009
So, der Besprechungstermin im Verlag ist auf Ende Oktober festgesetzt. Am liebsten würde ich ja sofort die Koffer packen, aber ausser der Schriftstellerei gibt es (leider) ja noch ein paar andere geschäftliche und private Verpflichtungen…
Andererseits läßt sich die Zeit bis dahin sinnvoll für Planungen nutzen, wie es jetzt weitergehen soll. Da geht es um kleinere Details – soll die Romanheldin einen Bruder haben? – bis zu größeren Planungen: Wo/wann spielen die nächsten Bücher? Läßt sich schon grob recherchieren, ob eine Zeitepoche besonders interessant ist?
…und natürlich die persönliche (Lebens-)Planung: Wieviel Zeit kann ich zukünftig dem Schreiben widmen? Welches Schreib-Pensum ist für mich zu schaffen? Wie stark muss ich meinen bisherigen Beruf reduzieren? Was bedeutet das für die Familie? Ist das finanziell überhaupt machbar?
Es ist ungeheuer spannend, mal wieder an einem Wendepunkt des eigenen Lebens zu stehen und die Chance zu haben, in gewissem Sinne noch einmal ganz von vorne anzufangen!
21. September 2009
Heute kam die heiß ersehnte Antwort von einer sehr freundlichen „Projektleiterin Belletristik + Kinderbuch“ des Verlages:
„…dass unsere Filialleiter Ihren historischen Roman grundsätzlich als reizvoll und marktfähig ansehen.“
Es folgt eine kurze Liste mit Änderungswünschen am Manuskript und schon stecke ich gedanklich wieder voll in meiner Story und teste Ideen, wie sich die Änderungen realisieren lassen könnten. Ein „Umschreiben“ des Textes macht mir keine Sorgen. Die Vorschläge der Projektleiterin zeugen von Kompetenz und hohem Einfühlungsvermögen in die Thematik. Ich bin überrascht, wie gründlich sie sich mit meinem Geschreibe auseinandergesetzt hat.
14. September 2009
Was ist das denn? Da finde ich in meinem Spam-Ordner eine Mail eines bekannten seriösen Verlages im deutschsprachigen Ausland und da steht tatsächlich „…Ich würde gerne Ihre Buchidee in der morgigen Verlagssitzung vorbringen und hoffe, dass auch unsere Filialleiter vom Projekt überzeugt sind.“ !!!
Mein Hals wird schlagartig trocken, das Herz beginnt zu rasen (ja, spätestens ab 40 sollte man da aufpassen!) und ich kanns einfach nicht glauben. Mit flatternden Fingern und zittriger Stimme wähle ich die angegebene Telefonnummer. Das kann gar nicht wahr sein, sage ich mir immer wieder. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Das wäre ja wie drei 6er im Lotto. Unmöglich!
An das Telefongespräch kann ich mich schon wenige Minuten später kaum noch erinnern, zurück bleibt nur ein phantastisches Hochgefühl!
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